• 22. August 2010
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  • Technik
  • DVB-S2 Aufnahme schneiden und archivieren

    High Definition Television, oder kurz HDTV, ist in aller Munde. Immer mehr Sender senden hochauflösend und bei den Satelliten-Receivern setzen sich mehr und mehr DVB-S2-Receiver durch. Wer schon einen DVB-S2-Receiver mit Aufnahmefunktion sein eigen nennt, der kann – abgesehen von den HD+-Sendern – Filme hochauflösend aufnehmen und sich so sein eigenes HD-Filmarchiv anlegen.

    Nun kann man die Filme natürlich auf der internen oder externen Festplatte seines Receivers speichern. Aber die stößt vielleicht irgendwann an ihre Kapazitätsgrenze. Spätestens dann sollte man sich überlegen, ob man die Filme nicht besser auf dem eigenen Rechner oder seinem Netzwerkspeicher archivieren sollte. Diese Lösung hat noch weitere Vorteile:

    • Filme lassen sich unabhängig vom Receiver per UPnP freigeben und auf kompatiblen Geräten im Netzwerk abspielen,
    • Werbung lässt sich rausschneiden und
    • die Filme lassen sich einfacher sichern.

    Anhand einer HD-Aufnahme von arte HD mit dem Kathrein UFS 910 zeige ich, wie das ohne Qualitätsverlust funktioniert.

    Kurz vorweg, welche Programme benötigt werden (natürlich alle kostenlos erhältlich):

    Am Beispiel des Klassikers Blues Brtohers, der vor kurzem auf Arte HD frisch restauriert in HD lief, zeige ich, wie der Film geschnitten und archiviert werden kann.

    Beginnen wir damit, das Verzeichnis mit der Aufnahme von der USB-Platte auf die lokale Festplatte zu kopieren. Um die Dateien weiterverarbeiten zu können, müssen diese umbenannt werden. Ich habe mir zu diesem Zweck eine Batch-Datei rename.bat gebastelt, die ich in das Aufnahmeverzeichnis kopiere und dort starte. Inhalt:

    ren aufnahme01.trp aufnahme00.001
    ren aufnahme02.trp aufnahme00.002
    ren aufnahme03.trp aufnahme00.003
    ren aufnahme04.trp aufnahme00.004
    ren aufnahme05.trp aufnahme00.005
    ren aufnahme06.trp aufnahme00.006
    ren aufnahme07.trp aufnahme00.007
    ren aufnahme08.trp aufnahme00.008
    ren aufnahme09.trp aufnahme00.009
    

    Erstellt die Datei im eben kopierten Aufnahmeverzeichnis der lokalen Festplatte und startet die Umbenennung (natürlich könnt ihr die Befehle auch nacheinander in einem Dos-Fenster eingeben). Euer Aufnahmeverzeichnis sieht danach so aus:

    Nun startet ihr den H.264 TS Cutter und wählt Tools und dort Convert TRP/Rec -> TS. Wählt das Verzeichnis auf eurer lokalen Festplatte, in das ihr die Aufnahme kopiert habt.

    Nachdem die Konvertierung abgeschlossen ist, geht’s ans Schneiden. Wählt im H.264 TS Cutter File und dort Load H.264-TS. Öffnet jetzt die eben konvertierte Datei.

    Sucht nun mit den acht Buttons rechts des Vorschaufensters den Anfang des Films. Habt ihr den Beginn gefunden, klickt auf den Button Start.

    Sucht das Ende und klickt dann auf End. Start und Ende eingetragen? Dann klickt auf Add.

    Klickt nun auf Cut, wählt das Ausgabeverzeichnis und einen Dateinamen. Und los geht die wilde Fahrt. Jetzt etwas Geduld. Das Schneiden dauert etwas.

    Ist dieser Schritt beendet, könnt ihr den H.264 TS Cutter beenden. Jetzt brauchen wir den tsMuxeR.

    Klickt auf Add und wählt die soeben geschnittene Datei aus. Unter Tracks habt ihr die Möglichkeit einzelne Streams, z.B. Tonspuren, zu deaktivieren, wenn ihr diese nicht braucht. Wählt unter Output M2TS muxing, wenn ihr die Datei auf Festplatte ablegen wollt.

    Interessant ist auch noch die Möglichkeit eine AVCHD-Verzeichnisstruktur erstellen zu lassen. Damit kann der Film dann (in HD-Quali) auf normale DVD-Rohlinge gebrannt werden. AVCHDs werden z.B. von der PlayStation 3 und diversen Blu-ray Playern abgespielt.

    Aber weiter mit der Archivierung auf Festplatte. Mit Browse wählt ihr das Ausgabeverzeichnis. Alle anderen Einstellungen des Programms könnt ihr so belassen. Klickt zum Schluss auf Start muxing. That’s all.

    Noch ein Tipp:
    Sucht euch ein schönes DVD- oder Blu-ray-Cover und kopiert dieses in das Verzeichnis des archivierten Films. Nennt die Datei folder.jpg. Wenn ihr nun mit einem UPnP-Client in das Verzeichnis des Films wechselt, wird anstatt des Standard-Icons das Cover angezeigt.

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